Wasserhärte in Burgstetten

PLZ 71576 · Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg

21 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasserverband Murrtal

Website

Praktische Tipps bei 21 °dH

Spülmaschine

Bei 21 °dH in Burgstetten: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Burgstetten liegt mit 21 °dH 5,1 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Burgstetten
21
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Burgstetten liegt mit 21 °dH 6,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Burgstetten
21
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Kirchberg an der Murr 14 °dH mittel
Backnang 14 °dH mittel
Affalterbach 17,1 °dH hart
Leutenbach 17,2 °dH hart
Aspach 15,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Burgstetten

Der Rems-Murr-Kreis liegt an einer geologisch stark gegliederten Nahtstelle zwischen dem Keuperbergland und den tieferen Schichten des Neckarraums. Um Burgstetten prägen vor allem Mergel, Sandsteine und tonige Lagen des Keupers die Landschaft, dazu kommen Löss- und Lösslehmbedeckungen auf den Hügeln und in den Talrändern. Solche Schichten geben dem Wasser auf seinem Weg durch den Untergrund reichlich Calcium und Magnesium mit. Darum erreicht das Trinkwasser in Burgstetten mit 21 °dH einen harten Wert. Die Umgebung von Murr, Bottwartal und den Randhöhen Richtung Backnang wirkt dabei wie ein Filter aus wechselnden Gesteinen: kurze Versickerungswege, mineralreiche Schichten und wenig reinigende, kristalline Tiefe. Das Ergebnis ist ein Wasser, das im Vergleich zu vielen Teilen des Landes deutlich kalkreicher ausfällt. Baden-Württemberg hat zwar vielerorts hartes Wasser, doch Burgstetten liegt klar im oberen Bereich und damit merklich über Regionen mit weicherem Schwarzwald- oder Bodenseewasser. Das Trinkwasser für Burgstetten kommt über die örtliche Versorgung aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Murrtal. Geliefert wird es aus dem regionalen Verbund, der auf Grundwasser aus den Brunnen im Murrtal und auf aufbereitetes Mischwasser aus benachbarten Gewinnungsanlagen setzt. Entscheidend sind die Fassungen im Talraum und die Einspeisung aus dem überörtlichen Verbund der Landeswasserversorgung, die in dieser Ecke des Rems-Murr-Kreises die Versorgung stabilisiert. Damit gelangt kein Bergquellwasser aus einer Talsperre nach Burgstetten, sondern mineralreiches Wasser aus den tieferen Tal- und Schichtwasserleitern der Region. Genau diese Herkunft passt zum gemessenen Härtewert: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch die Keuper- und Lösslandschaft Kalk und Erdalkalien auf und bleibt deshalb deutlich härter als in vielen Quellgebieten des Südwestens. Burgstetten unterscheidet sich damit spürbar von den Nachbarorten im gleichen Kreis, etwa von Gemeinden mit stärker vom Schwarzwald oder von großen Fernwasserleitungen geprägter Versorgung. Auch im Vergleich zu weicherem Wasser aus dem Alpenvorland oder dem Bodenseeraum ist der Unterschied deutlich. Im Alltag zeigt sich das an der mineralischen Zusammensetzung, nicht an der Herkunft aus einem einzelnen spektakulären Quellgebiet. Burgstetten steht für ein typisch württembergisches Mischbild aus Keuperuntergrund, Talwasser und regionaler Verbundversorgung. Genau diese Lage zwischen Murrtal und den sanften Höhen des Landkreises macht den Ort wasserchemisch eigenständig. Hartes Wasser ist hier kein Zufall, sondern Folge der Landschaft, durch die es gesammelt, geführt und verteilt wird.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Murrtal

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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