Wasserhärte in Eltville am Rhein

PLZ 65343 · Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen

19,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Hessenwasser GmbH & Co. KG

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Praktische Tipps bei 19,6 °dH

Spülmaschine

Bei 19,6 °dH in Eltville am Rhein: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Eltville am Rhein liegt mit 19,6 °dH 3,9 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Eltville am Rhein
19,6
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Eltville am Rhein liegt mit 19,6 °dH 4,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Eltville am Rhein
19,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Walluf 20 °dH hart
Kiedrich 17,8 °dH hart
Budenheim 19 °dH hart
Ingelheim am Rhein 16 °dH hart
Schlangenbad 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Eltville am Rhein

Eltville am Rhein sitzt auf einem geologischen Mosaik aus Rheinablagerungen, Löss, Sand und Kies, darunter älterem Ton, Mergel und festen Gesteinen des Mainzer Beckens und des Taunusrandes. Der Rhein hat hier über lange Zeit Schotter und feinkörnige Sedimente abgelagert, während Windstaub aus den Kaltzeiten als fruchtbarer Löss auf den Terrassen liegen blieb. Nördlich steigen die Hänge des Rheingaus zum Taunus an; dort treten kalk- und mergelhaltige Schichten sowie verwitterte Sandsteine und tonige Lagen zutage. Dieses Nebeneinander aus durchlässigen Flusskiesen, kalkigen Bestandteilen und mineralreichen Grundwasserleitern prägt das Trinkwasser stärker als der Rhein selbst. Der Härtewert von 19,6 °dH passt zu einem Wasser, das unterwegs viel Calcium und Magnesium aus den Böden und Gesteinen aufgenommen hat. Besonders im Rheingau-Taunus-Kreis, wo Grundwasser aus den Talfüllungen und den Randzonen des Taunus genutzt wird, fallen die Werte deutlich härter aus als in Gebieten mit weichem Mittelgebirgswasser. Das Trinkwasser für Eltville kommt aus dem Netz von Hessenwasser über die Verbundversorgung des Rheingau-Taunus-Kreises, gespeist aus Grundwasserbrunnen und Wasserwerken im regionalen Umland. Wichtig sind dabei die Gewinnungsgebiete im Rheintal und in den angrenzenden Niederungs- und Hanglagen, wo tiefe Brunnen in kiesigen Schichten fördern. Der Rhein dient nicht als Trinkwasserquelle, wohl aber als Landschaftsform, die die unterirdischen Wasserleiter über Jahrtausende aufgebaut hat. Die Versorgung ist damit eng an die hydrogeologischen Vorräte zwischen Oestrich-Winkel, Walluf und den Übergängen zum Taunus gebunden. Eltville liegt dabei in einem Bereich, in dem das Wasser aus der Tiefe kommt und nicht aus großen Talsperren. Das macht die Herkunft regional und bodennah, geprägt von den Sedimenten des Oberrheingrabens und den mineralreichen Schichten am Rand des Mittelgebirges. Gegenüber Nachbarorten wirkt Eltville härter und kalkreicher als viele hessische Städte mit Mischwasser aus weicherem Fernwasser oder aus Talsperren, etwa im Vogelsberg- und Mittelhessen-Raum. Auch im direkten Rheingau bleibt der Charakter eigen: Er ist oft mineralisch, aber Eltville liegt mit 19,6 °dH im oberen Bereich. Das hängt mit den lokalen Brunnenfeldern, den kiesigen Rheinablagerungen und dem geologischen Untergrund aus Mergel und kalkführenden Schichten zusammen. Mainz auf der anderen Rheinseite steht auf ähnlichen Sedimenten, doch die Versorgung ist dort anders aufgebaut; weiter oben im Taunus und in vielen Orten des Hinterlands ist das Wasser meist weicher, weil andere Gesteine und andere Förderhorizonte vorherrschen. Eltville zeigt damit sehr klar den Übergang zwischen Rheintal und Taunus: ein Ort, an dem der Untergrund das Trinkwasser nicht nur liefert, sondern spürbar formt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Hessenwasser GmbH & Co. KG

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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