Wasserhärte in Lugau/Erzgeb.

PLZ 09385 · Erzgebirgskreis, Sachsen

7,4 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Regionaler Zweckverband Wasser/Abwasser Erzgebirge

Website

Praktische Tipps bei 7,4 °dH

Spülmaschine

Bei 7,4 °dH in Lugau/Erzgeb. reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Lugau/Erzgeb. liegt mit 7,4 °dH 7,4 °dH unter dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Lugau/Erzgeb.
7,4
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Lugau/Erzgeb. liegt mit 7,4 °dH 7,3 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Lugau/Erzgeb.
7,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Niederwürschnitz 7 °dH weich
Oelsnitz/Erzgeb. 7,4 °dH weich
Gersdorf 10,3 °dH mittel
Niederdorf 7,4 °dH weich
Stollberg/Erzgeb. 7,4 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Lugau/Erzgeb.

Zwischen den sanften Höhen des Erzgebirgsvorlands und den kleinen Tälern, die bei Lugau in Richtung Chemnitz und Zwickauer Mulde entwässern, sickert Regenwasser schnell durch lockere Deckschichten aus Sand, Kies und verwittertem Löss. Darunter stehen im Lugauer Revier vor allem Sandstein-, Ton- und Schieferschichten an, teils mit Spuren des früheren Steinkohlenbergbaus. Kalkreiche Gesteine fehlen weitgehend. Genau deshalb löst das Wasser auf seinem Weg ins Grundwasser nur wenig Calcium und Magnesium aus dem Untergrund. Der Härtewert von 7,4 °dH spiegelt dieses eher weiche, mineralarme Wasser wider. Die Landschaft wirkt hier wie ein Filter: wenig Kalk, kurze Versickerungswege, dazu Grundwasser, das aus den flachen Talräumen und den offenen Muldenbereichen gespeist wird. Das Trinkwasser für Lugau/Erzgeb. stammt aus dem Netz des Regionalen Zweckverbandes Wasser/Abwasser Erzgebirge, der im Verbandsgebiet auf aufbereitetes Grundwasser und Talsperrenwasser setzt. Im westlichen Erzgebirgsvorland wird das Rohwasser über Gewinnungsanlagen, Quellen und Brunnen in den Wasserwerken der Region zusammengeführt und aufbereitet, bevor es in die Ortsteile und Wohngebiete gelangt. Entscheidend ist dabei die Mischung aus regionalem Grundwasser und Fernwasser aus den Erzgebirgstalsperren, die für eine gleichmäßige Qualität sorgt. Lugau liegt damit nicht an einer einzelnen Ortsquelle, sondern an einem Verbundsystem, das die Versorgung aus mehreren Gewinnungsgebieten absichert. Der Unterschied zu vielen Nachbarorten im Erzgebirgskreis zeigt sich vor allem in der Geologie. Dort, wo im Erzgebirge kristalline Gesteine, härtere Schieferzüge oder stärker mineralisierte Zuflüsse dominieren, liegt die Wasserhärte oft höher oder schwankt stärker. Lugau profitiert dagegen vom eher kalkarmen Untergrund des Erzgebirgsvorlands und von den wasserwirtschaftlichen Verbindungen in das regionale Verbundnetz. Auch gegenüber weiten Teilen Sachsens, vor allem den Gegenden mit deutlich härterem Leitungswasser aus kalkreicheren Schichten oder aus Mischungen mit stärker mineralhaltigem Rohwasser, bleibt Lugau auffallend mild. Der Ort steht damit typisch für den Rand des Erzgebirges: keine steilen Quellhänge wie im Hochgebirge, sondern ein von Tälern, alten Abbaugebieten und lockeren Sedimenten geprägter Untergrund, der weiches Trinkwasser begünstigt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Regionaler Zweckverband Wasser/Abwasser Erzgebirge

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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