Wasserhärte in Schnürpflingen

PLZ 89194 · Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg

21 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb

Website

Praktische Tipps bei 21 °dH

Spülmaschine

Bei 21 °dH in Schnürpflingen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Schnürpflingen liegt mit 21 °dH 5,1 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Schnürpflingen
21
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Schnürpflingen liegt mit 21 °dH 6,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Schnürpflingen
21
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Staig 18,5 °dH hart
Illerrieden 17,9 °dH hart
Hüttisheim 19 °dH hart
Vöhringen, St 17,5 °dH hart
Burgrieden 17,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Schnürpflingen

Zwischen der Iller im Westen und den sanften Höhen des mittleren Alb-Donau-Raums liegt Schnürpflingen in einer Landschaft aus lössbedeckten Feldern, Mergeln und kalkreichen Schichten des süddeutschen Schichtstufenlandes. Genau diese Umgebung prägt das Grundwasser stark: Regen sickert durch Löss und verkarstete Kalksteine, nimmt Calcium und Magnesium auf und landet in einem Wasserleiter, der kaum weiches Wasser bildet. Der Härtewert von 21 °dH passt zu diesem Bodenbild. Im Alb-Donau-Kreis treten vielerorts Jurakalke, Dolomitanteile und eiszeitliche Schotterflächen zusammen auf; sie liefern Mineralien, aber kaum die feinen, weichen Ton- oder Sandfilter, die Wasser deutlich milder machen würden. Die nahen Täler von Iller und Schmiechtal lenken das Wasser, doch sie sorgen hier nicht für weiche Verhältnisse, sondern für eine mineralreiche Mischung aus Sickerwasser und tiefem Grundwasser. Das Trinkwasser für Schnürpflingen kommt aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Ulmer Alb. Der Verband bezieht sein Wasser aus den eigenen Gewinnungsanlagen im Raum Ehingen und im Donauried sowie aus dem überregionalen Verbund mit der Landeswasserversorgung, die im Alb-Donau-Raum einen Teil der Versorgung absichert. Dort stammen große Mengen aus leistungsfähigen Tiefbrunnen und Quellfassungen, die aus den wasserführenden Schichten der Schwäbischen Alb gespeist werden. Vor Ort wird dieses Wasser aufbereitet, gemischt und über Leitungen nach Schnürpflingen verteilt. Der Ort hängt damit nicht an einer einzelnen Dorfquelle, sondern an einem Verbundsystem, das die regionale Geologie direkt ausnutzt: kalkreiches Karstwasser aus der Alb, ergänzt durch Grundwasser aus dem Donautalbereich. Gegenüber den Nachbarorten wirkt Schnürpflingen damit eher hart als weich. In Gemeinden mit stärkerem Donaueinfluss oder mit Anteilen an jüngeren Kies- und Sandablagerungen kann das Wasser etwas milder ausfallen, doch im Alb-Donau-Kreis bleibt die Härte oft spürbar, sobald Kalkstein und Karst den Untergrund bestimmen. Baden-Württemberg zeigt insgesamt ein breites Spektrum von weichem Schwarzwaldwasser bis zu sehr hartem Albwasser; Schnürpflingen steht klar auf der harten Seite dieses Spektrums. Wer hier Wasser aus dem Hahn nutzt, bekommt kein talweiches Quellwasser, sondern ein typisch schwäbisches Albwasser, das seinen Weg durch kalkreiche Böden und Gesteine genommen hat und genau dadurch seinen kräftigen Härtewert erhält.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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