Wasserhärte in Wiesenbronn

PLZ 97355 · Kitzingen, Bayern

29 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Großlangheimer Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 29 °dH

Spülmaschine

Bei 29 °dH in Wiesenbronn: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Wiesenbronn liegt mit 29 °dH 11,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Wiesenbronn
29
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Wiesenbronn liegt mit 29 °dH 14,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wiesenbronn
29
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Kleinlangheim 30,4 °dH hart
Rüdenhausen 27,6 °dH hart
Castell 27,6 °dH hart
Rödelsee 30,4 °dH hart
Großlangheim 18 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wiesenbronn

Unter Wiesenbronn liegen die Schichten des fränkischen Keupers: oben Löss und lehmige Ackerböden, darunter tonige und mergelige Lagen, weiter unten Gipskeuper, Sandstein und Bereiche mit kalkigen Einschaltungen. Diese Gesteine stammen nicht aus einem einzigen Entstehungsraum, sondern aus Sedimenten eines flachen Urmeeres und aus Ablagerungen, die später durch Flüsse und Wind umgelagert wurden. Regenwasser sickert hier langsam durch die festen, kalk- und mineralhaltigen Schichten und löst dabei Calcium und Magnesium aus dem Untergrund. Genau deshalb fällt der Härtewert mit 29 °dH so hoch aus. Die Lage am Rand des Steigerwalds und die Nähe zu den Weinbergen und Hängen im Landkreis Kitzingen sorgen dafür, dass das Wasser kaum weiche, sandige Speicherschichten findet, sondern auf hartes Gestein trifft, das es mineralisch auflädt. Der Main liegt zwar in der Region, prägt Wiesenbronn aber nicht als weicher Oberflächenwasserlieferant, sondern nur indirekt über die geologische Formung des Umlands. Das Wasser kommt deshalb nicht aus einer Talsperre, sondern aus örtlichen und regionalen Grundwasserfassungen, gespeist von Tiefbrunnen im Versorgungsnetz des kommunalen Verbunds. Zuständig ist der Zweckverband zur Wasserversorgung der Großlangheimer Gruppe, der auch Wiesenbronn mit Trinkwasser beliefert. Dieses Wasser stammt aus Grundwasserbrunnen im Kitzinger und Steigerwälder Umfeld, gefasst in den wasserreichen, aber mineralstarken Schichten des Untergrunds. Gegenüber vielen Orten in Unterfranken liegt Wiesenbronn damit am oberen Ende der Härteskala. Orte mit stärkerem Anteil an Sandstein, mächtigeren Kieslagen oder mit Mischwasser aus weicherem Fernwasser erreichen oft niedrigere Werte. In Wiesenbronn fehlt dieser Ausgleich. Der Untergrund gibt dem Wasser mehr Kalk und Magnesium mit als in manchen Nachbardörfern, die stärker von sandigen oder weniger kalkigen Schichten profitieren. Bayernweit ist das ein klar fränkisches Profil: kein alpines Schmelzwasser, keine großen Talsperren, sondern Grundwasser aus Muschelkalk-, Keuper- und Lösslandschaften. Wiesenbronn steht damit typisch für den Landkreis Kitzingen, wo der Boden nicht nur den Wein, sondern auch das Trinkwasser mitprägt. Wer hier aus dem Hahn trinkt, schmeckt die Geologie des Steigerwaldvorlands und des fränkischen Schichtstufenlands unmittelbar im Glas.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Großlangheimer Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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