Wasserhärte in Balje

PLZ 21730 · Stade, Niedersachsen

11,1 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Trinkwasserverband Stader Land

Website

Praktische Tipps bei 11,1 °dH

Spülmaschine

Bei 11,1 °dH in Balje: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Balje liegt mit 11,1 °dH 1,9 °dH unter dem Durchschnitt (13 °dH).

Balje
11,1
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Balje liegt mit 11,1 °dH 3,6 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Balje
11,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Krummendeich 11,2 °dH mittel
Brunsbüttel 11 °dH mittel
Neuhaus (Oste), Flecken 11,3 °dH mittel
Cadenberge 11,3 °dH mittel
Oederquart 11,2 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Balje

Unter Balje liegt kein hartes Kalkgestein, sondern ein junger Untergrund aus Sand, Schlick, Ton und fein geschichteten Marschsedimenten, die die Elbe und ihre Nebenarme im Wechsel von Sturmfluten, Tide und Ablagerung aufgebaut haben. Dazu kommen eiszeitliche Sande und Geschiebemergel aus dem norddeutschen Tiefland, die das Grundwasser nur begrenzt mit Calcium und Magnesium anreichern. Genau daraus entsteht der Härtewert von 11,1 °dH: mittel, aber klar geprägt von den lockeren Böden der Elbmarsch und nicht von kalkreichen Schichten wie in vielen Mittelgebirgsräumen. Die Nähe zur Unterelbe und zu den Niederungen im Landkreis Stade sorgt dafür, dass das Wasser auf seinem Weg durch Sandlagen und junge Sedimente Mineralien aufnimmt, ohne je in sehr harte Bereiche zu kippen. Balje liegt damit am Rand eines Wasserraums, der von Fluss, Gezeiten und Marschboden bestimmt wird, während weiter südlich im Landkreis häufiger etwas mineralreichere Rohwässer vorkommen. Das Trinkwasser kommt über die regionale öffentliche Versorgung aus Grundwasserfassungen des Wasserverbandes Stade. Gefördert wird es aus tiefen Brunnen im Verbandsgebiet, aufbereitet und über das Leitungsnetz in die Marschorte verteilt. Balje hängt damit an einem Versorgungsraum, der auf geschützte Grundwasservorkommen setzt und nicht auf Talsperren oder Oberflächenwasser. Die Brunnen liegen in den sandigen und kiesigen Schichten des Elbe-Weser-Raums, wo das Wasser natürlich versickert und gefiltert wird, bevor es in die Haushalte gelangt. Entscheidend ist dabei die Geologie vor Ort und im weiteren Umland: sandige Untergründe liefern eher mittlere Härte, während kalkarme Marsch- und Sandlehmböden das Wasser im Vergleich zu Regionen mit Kreide, Muschelkalk oder starkem Moränenmaterial weniger stark aufhärten. Gegenüber vielen Orten in Niedersachsen liegt Balje damit nicht am extrem weichen Ende und auch nicht bei den sehr harten Werten, die man eher in kalkreicheren Gegenden findet. Im Vergleich zu Teilen der Lüneburger Heide oder zu manchen Harzrand-Orten bleibt das Wasser spürbar mineralischer, zugleich aber deutlich sanfter als in Regionen mit ausgeprägten Kalk- oder Gipsvorkommen. In den Nachbarorten entlang der Elbmarsch zeigt sich ein ähnliches Bild, doch Balje steht besonders nah an der Flussniederung, wo junge Sedimente und hohe Grundwasserstände den Charakter stärker prägen als festes Gestein. Der Härtewert spiegelt damit die Landschaft selbst: keine Felsen, sondern Marsch, Sand und Flussablagerungen, die das Trinkwasser auf seinem Weg zum Ort formen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Trinkwasserverband Stader Land

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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