Wasserhärte in Ehrenberg

PLZ 98660 · Hildburghausen, Thüringen

15,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasser- und Abwasser-Verband Hildburghausen

Website

Praktische Tipps bei 15,5 °dH

Spülmaschine

Bei 15,5 °dH in Ehrenberg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Ehrenberg liegt mit 15,5 °dH 5,4 °dH unter dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Ehrenberg
15,5
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Ehrenberg liegt mit 15,5 °dH 0,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ehrenberg
15,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Grimmelshausen 16,2 °dH hart
Kloster Veßra 12,9 °dH mittel
Reurieth 16,2 °dH hart
Themar 12,9 °dH mittel
Beinerstadt 16,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Ehrenberg

Unter Ehrenberg im Landkreis Hildburghausen liegt Thüringer Untergrund mit Kalkstein, Mergel und wechselnden Sand- und Tonlagen aus dem Muschelkalk und dem Buntsandstein. Diese Schichten stammen aus warmen Flachmeeren der Erdgeschichte und wurden später gehoben, zerbrochen und von Tälern der Werra-Zuflüsse angeschnitten. Genau dort sickert Niederschlagswasser ein, löst Kalk aus dem Gestein und nimmt unterwegs Mineralien auf. Darum erreicht Ehrenberg mit 15,5 °dH einen harten Wert: Das Wasser kommt nicht aus weichen Moor- oder Granitgebieten, sondern aus mineralreichen Schichten des südthüringischen Hügellands. Auch die Böden über den Kalk- und Mergelzügen geben schnell gelöste Stoffe an das Grundwasser weiter, während die Flussnähe im Werragebiet den Austausch zwischen Talfüllungen, Quellen und Brunnen begünstigt. Das Trinkwasser für Ehrenberg stammt aus dem Netz des Zweckverbands Wasser und Abwasser Südthüringen, der in diesem Teil des Landkreises die Versorgung organisiert. Genutzt werden vor allem örtliche und regionale Brunnen und Quellen aus dem Grundwasserleiter des Werra- und Grabfeldraums, teils ergänzt über Verbundleitungen aus benachbarten Gewinnungsgebieten. Das ist typisch für den Südwesten Thüringens, wo keine großen Talsperren den Ton angeben, sondern viele kleinere Fassungen, Schachtbrunnen und Quellgebiete die Orte speisen. Ehrenberg unterscheidet sich damit von Regionen in Mittel- und Ostthüringen, wo weicheres Wasser aus sandigen oder kristallinen Gebieten häufiger vorkommt. Hier prägen Kalk und Mergel das Bild, und das schlägt sich direkt im Härtewert nieder. Auch gegenüber den Nachbarorten zeigt sich der Unterschied deutlich. Orte auf ähnlichen Muschelkalkzügen rund um Hildburghausen, Themar oder im Grabfeld liegen ebenfalls im härteren Bereich, während manche Gemeinden mit stärker sandigen Untergründen niedrigere Werte aufweisen. Ehrenberg steht damit mitten in einer Zone, in der das Wasser den langen Weg durch lösendes Gestein hinter sich hat. Der Ort bezieht kein oberflächlich weiches Bergwasser, sondern Grundwasser aus einem geologisch kräftig mineralisierten Untergrund. Genau diese Lage zwischen Werra, Kalkrücken und den Randbereichen des Thüringer Waldes macht den örtlichen Wassercharakter so eigen und erklärt, warum Ehrenberg beim Trinkwasser klar zum harten Teil Thüringens gehört.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasser-Verband Hildburghausen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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