Wasserhärte in Gartz (Oder)

PLZ 16307 · Uckermark, Brandenburg

24 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Trinkwasser- und Abwasserzweckverband Oderaue

Website

Praktische Tipps bei 24 °dH

Spülmaschine

Bei 24 °dH in Gartz (Oder): Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Gartz (Oder) liegt mit 24 °dH 7,6 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Gartz (Oder)
24
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Gartz (Oder) liegt mit 24 °dH 9,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gartz (Oder)
24
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Mescherin 19,9 °dH hart
Tantow 20,2 °dH hart
Hohenselchow-Groß Pinnow 19,8 °dH hart
Casekow 19 °dH hart
Penkun 19,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Gartz (Oder)

Der Trinkwasserbezug für Gartz (Oder) läuft über den Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Oderaue; er speist das Netz aus Grundwasserfassungen in der Oderaue und aus dem Werksnetz des Wasserwerks Schwedt, das seine Rohwasserbasis in den quartären Sanden und Kiesen der Uckermark hat. Entscheidend sind dabei tiefe Brunnen in eiszeitlichen Ablagerungen, die vom nahen Odertal, von den Niederungen bei Hohenfelde und Friedrichsthal sowie von den sandigen Flächen Richtung Tantow und Casekow geprägt sind. Oberflächenwasser aus der Oder selbst spielt für die Trinkwasserversorgung keine Rolle, das Wasser kommt aus geschützten Grundwasserleitern unter der Niederung. Genau diese Schichten liefern Wasser mit viel gelöstem Calcium und Magnesium, weil das Regenwasser auf dem Weg durch kalkhaltige Geschiebemergel, Sande mit karbonatischem Anteil und ältere glaziale Sedimente Mineralien aufnimmt. Deshalb liegt Gartz bei 24 °dH und damit deutlich über vielen Orten im brandenburgischen Norden, wo rein sandige Böden oft weicheres Wasser hervorbringen. Der Härtewert passt auch zur Landschaft zwischen Oder und Randow. Das Gebiet ist von den Spuren der Eiszeit geprägt, mit wechselnden Sand-, Lehm- und Mergelpaketen unter der Oberfläche. Gerade dort, wo die Niederung der Oder mit ihren Grundwasserströmungen auf höher liegende Geschiebesande trifft, reichert sich das Wasser stärker an. Anders als in Regionen mit Mooren, großen Talsperren oder reinen Quellfassungen gibt es hier keine weichen, oberflächennahen Zuflüsse, die die Härte spürbar drücken könnten. Der Landkreis Uckermark ist insgesamt geologisch sehr verschieden, doch im Osten an der Oder dominiert ein Grundwasser, das durch mineralreiche Schichten läuft und dadurch härter ausfällt als in vielen Seen- und Waldlagen weiter westlich. Gartz unterscheidet sich damit klar von Nachbarorten wie Casekow, Tantow oder Penkun, wo die örtlichen Wasserwerke teils andere Förderbrunnen und andere Schichtfolgen nutzen und die Werte je nach Netzabschnitt niedriger oder uneinheitlicher ausfallen können. Im Vergleich zu vielen brandenburgischen Städten mit weichen bis mittelharten Werten fällt die Oderstadt durch ihren festen, mineralischen Charakter auf. Die Lage am Strom, die Nähe zu den Niederungsböden und die tieferen Grundwasservorkommen der Uckermark geben dem Trinkwasser seine klare Herkunft. Es ist ein Wasser aus der Landschaft selbst: aus den eiszeitlichen Sanden, unterirdischen Fließwegen und den Brunnen, die dieses Grundwasser für Gartz erschließen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Trinkwasser- und Abwasserzweckverband Oderaue

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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