Wasserhärte in Großbeeren

PLZ 14979 · Teltow-Fläming, Brandenburg

30 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Berliner Wasserbetriebe

Website

Praktische Tipps bei 30 °dH

Spülmaschine

Bei 30 °dH in Großbeeren: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Großbeeren liegt mit 30 °dH 13,6 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Großbeeren
30
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Großbeeren liegt mit 30 °dH 15,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Großbeeren
30
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Teltow 20 °dH hart
Blankenfelde-Mahlow 19,2 °dH hart
Ludwigsfelde 22 °dH hart
Stahnsdorf 25 °dH hart
Kleinmachnow 18 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Großbeeren

Zwischen der glatten Sanderfläche des Teltow und den feuchten Niederungen an Nuthe und Nieplitz liegt Großbeeren auf einem Untergrund, der dem Wasser wenig Widerstand bietet und zugleich viel Kalk und Magnesium aus den eiszeitlichen Sedimenten löst. Die märkischen Sande sind hier nicht überall gleich rein; dazwischen liegen Geschiebelehme, Mergel und ältere glaziale Ablagerungen, die das Grundwasser mineralreicher machen als in vielen anderen Teilen Brandenburgs. So entsteht der harte Charakter des Trinkwassers. Die flache Landschaft ohne große Höhenzüge hält das Niederschlagswasser lange im Boden, speist die Grundwasserleiter und lässt den Kontakt mit löslichen Mineralen über weite Wege bestehen. Der Wert von 30 °dH passt deshalb zu einem Ort, in dem der Untergrund nicht aus weichem Urstromtal-Sand allein besteht, sondern aus einer Mischung, die die Härte deutlich anhebt. Das Trinkwasser stammt aus dem Netz der Berliner Wasserbetriebe, genauer aus dem Wasserwerk Klärwerk Ruhleben und aus weiteren südwestlichen Fördergebieten des Berliner Verbundsystems, das auch den Teltow mitversorgt. Das Wasser wird aus tiefen Grundwasserbrunnen gewonnen, aufbereitet und über das regionale Leitungsnetz nach Großbeeren gedrückt. Offene Talsperren spielen hier keine Rolle; entscheidend sind die gefassten Grundwasserressourcen in den Niederungen und im Berliner Urstromtal. Großbeeren steht damit zwischen Stadt und Land: technisch eng an das Berliner Versorgungsnetz gebunden, geologisch aber klar vom brandenburgischen Umland geprägt. Gegenüber Nachbarorten wie Teltow, Ludwigsfelde oder Blankenfelde-Mahlow fällt Großbeeren mit seinem harten Wasser nicht aus dem Rahmen, liegt aber meist am oberen Ende der Skala. Das ist typisch für den südlichen Rand Berlins und den Landkreis Teltow-Fläming, wo die Böden oft kalkreicher sind als in den sandigen, weichen Wassergebieten weiter östlich oder nördlich Brandenburgs. Im Havelland oder in Teilen der Uckermark sind die Werte vielerorts milder, weil dort andere Sandfolgen und geringere Mineralfracht das Grundwasser prägen. Großbeeren zeigt dagegen die Handschrift der eiszeitlichen Ablagerungen zwischen den Niederungen: kurze Wege des Wassers durch mineralische Schichten, ein hoher Gehalt an gelösten Härtebildnern und ein Versorgungsraum, der stärker von den Berliner Wasserwerken als von eigenen Ortsbrunnen lebt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Berliner Wasserbetriebe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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