Wasserhärte in Hallig Hooge

PLZ 25859 · Nordfriesland, Schleswig-Holstein

11,1 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Nord

Website

Praktische Tipps bei 11,1 °dH

Spülmaschine

Bei 11,1 °dH in Hallig Hooge: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Hallig Hooge liegt mit 11,1 °dH 2,8 °dH unter dem Durchschnitt (13,9 °dH).

Hallig Hooge
11,1
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Hallig Hooge liegt mit 11,1 °dH 3,6 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Hallig Hooge
11,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Langeneß 10,5 °dH mittel
Pellworm 10,5 °dH mittel
Wittdün auf Amrum 11,1 °dH mittel
Gröde 11,1 °dH mittel
Wyk auf Föhr 10,5 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Hallig Hooge

Der Landkreis Nordfriesland ist ein Landschaftsraum aus Marsch, Geest und Wattenmeer, geformt von Nordsee, Sturmfluten und den feinen Sedimenten, die mit jedem Tidenhub neu verteilt wurden. Feste Felsuntergründe liegen hier weit unter den jungen Ablagerungen; prägend sind kalkarme Sand-, Schluff- und Kleiböden sowie das Brackwasserklima an der Küste. Genau daraus erklärt sich die mittlere Wasserhärte von 11,1 °dH auf Hallig Hooge. Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch die nordfriesischen Sedimente nur begrenzt Calcium und Magnesium auf. Anders als in vielen Binnenlandkreisen fehlen hier mächtige Kalkschichten, die das Wasser deutlich härter machen würden. Auch Flüsse spielen auf der Hallig selbst keine Rolle als Rohwasserquelle; die Umgebung wird von Tideprielen, dem Wattenmeer und den Entwässerungslandschaften des Festlands bestimmt, nicht von großen Flussläufen mit kalkreichem Einzugsgebiet. Hallig Hooge ist kein Ort mit eigenen Brunnen oder Quellen. Die Versorgung läuft über das Festland und wird von der Wasserbeschaffungsverband Nordfriesland organisiert, der Trinkwasser aus dem nordfriesischen Festlandnetz auf die Hallig bringt. Das Wasser stammt damit nicht aus lokalen Halligschichten, sondern aus tief gefassten Brunnen in den Versorgungsgebieten des Kreises, wo Grundwasser unter Schutz und Aufbereitung gewonnen wird, bevor es über Leitungen und die Halligverbindung ankommt. Entscheidend ist die maritime Lage: Die Insel liegt abgeschnitten vom Festland, ohne eigene Süßwasserlinse von größerer Bedeutung, sodass jede Versorgung planvoll über die Anbindung an das nordfriesische Netz läuft. Die Wasserqualität trägt deshalb die Handschrift des Festlands, bleibt aber durch die geologischen Verhältnisse im Kreis deutlich weicher als in Regionen mit kalkreichen Kreide-, Moränen- oder Muschelkalkböden. Im Vergleich zu Nachbarorten auf dem Festland, etwa in den Marschgebieten um Husum, Dagebüll oder Niebüll, wirkt das Wasser auf Hallig Hooge meist etwas ausgewogener, aber nicht so hart wie in kalkreicheren Teilen Schleswig-Holsteins. Der Landesteil Osten mit seinen Grundmoränen und Geschiebemergeln bringt oft höhere Härtewerte hervor, während die nordfriesische Küste und die Halligen von jungen, kalkarmen Sedimenten geprägt sind. Genau deshalb liegt Hooge mit 11,1 °dH im mittleren Bereich und nicht am oberen Rand, wie es in anderen Gegenden des Landes häufiger vorkommt. Die Hallig bleibt damit ein Sonderfall: klein, vom Meer umgeben und wasserwirtschaftlich vollständig vom Festland abhängig, mit einer Trinkwasserversorgung, die stärker von Nordfrieslands Küstengeologie als von lokalen Bodenschichten geprägt ist.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Nord

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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