Wasserhärte in Ralswiek

PLZ 18528 · Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern

20,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserwerke Rügen GmbH

Website

Praktische Tipps bei 20,7 °dH

Spülmaschine

Bei 20,7 °dH in Ralswiek: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Ralswiek liegt mit 20,7 °dH 2,9 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Ralswiek
20,7
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Ralswiek liegt mit 20,7 °dH 6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ralswiek
20,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Patzig 20,7 °dH hart
Lietzow 21,4 °dH hart
Parchtitz 20,7 °dH hart
Buschvitz 20,7 °dH hart
Bergen auf Rügen 20 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Ralswiek

Ralswiek liegt beim Trinkwasser deutlich über dem Durchschnitt von Mecklenburg-Vorpommern. 20,7 °dH sind hier hart, während viele Orte im Land mit weicherem bis mittelhartem Wasser aus jungen eiszeitlichen Sanden und gering mineralisierten Grundwasserleitern versorgt werden. Der Unterschied passt zum Nordteil von Rügen und zum Umland des Großen Jasmunder Boddens: Unter den Flächen stehen eiszeitliche Ablagerungen aus Geschiebemergel, Sand und Kies, darunter kalkreiches Material aus der Kreidezeit, das das Grundwasser auf dem Weg in den Brunnen stärker mit Calcium und Magnesium anreichert. Auch die Senken und Niederungen zwischen Ralswiek, Lietzow und dem Festlandsaum bremsen den Wasserabfluss, sodass das Grundwasser länger mit dem mineralischen Untergrund in Kontakt bleibt. Das prägt den hohen Härtewert stärker als in vielen Nachbarorten auf sandigeren, nährstoffärmeren Flächen der Insel und des Kreises Vorpommern-Rügen. Das Trinkwasser kommt aus den örtlichen Grundwasserfassungen des Versorgers Wasserwerke Rügen GmbH, die die Ortslage Ralswiek in das regionale Netz einbindet. Genutzt werden tiefe Brunnen in geschützten Grundwasserhorizonten, gespeist aus den Niederschlägen über dem Rügener Bodden- und Moränenland. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle. Entscheidend ist das lokale Grundwasser aus den eiszeitlich geprägten Schichten zwischen dem Ralswieker Ufer, dem Jasmunder Umland und den höherliegenden Bereichen Richtung Bergen auf Rügen. Gerade dieser Untergrund macht das Wasser mineralreicher als in vielen Küstenorten Vorpommerns, wo sandige Böden oft deutlich weichere Werte liefern. Im direkten Vergleich mit den Nachbarorten fällt Ralswiek deshalb als eher hart versorgter Ort auf. Richtung Lietzow, entlang der Boddenküste und im weiteren Umfeld von Bergen, Glowe oder Sassnitz zeigen sich im selben Landkreis oft wechselnde Härtebereiche, weil die geologische Unterlage stark springt: hier Kreide und Geschiebemergel, dort wieder lockere Sande und Grundwasser mit weniger gelösten Mineralien. Ralswiek steht damit auf der härteren Seite der regionalen Skala. Der Ort profitiert von einem stabilen Grundwasser, aber eben aus einem Untergrund, der dem Wasser seinen kräftigen mineralischen Abdruck gibt. Genau darin liegt der Unterschied zu vielen anderen Orten in Mecklenburg-Vorpommern, wo die eiszeitlichen Sandflächen viel weicheres Trinkwasser ermöglichen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserwerke Rügen GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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