Wasserhärte in Schöllkrippen

PLZ 63825 · Aschaffenburg, Bayern

10,4 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserzweckverband Kahlgrund

Website

Praktische Tipps bei 10,4 °dH

Spülmaschine

Bei 10,4 °dH in Schöllkrippen: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Schöllkrippen liegt mit 10,4 °dH 6,9 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Schöllkrippen
10,4
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Schöllkrippen liegt mit 10,4 °dH 4,3 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Schöllkrippen
10,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sommerkahl 9,4 °dH mittel
Krombach 12,5 °dH mittel
Kleinkahl 12,5 °dH mittel
Blankenbach 10,4 °dH mittel
Westerngrund 12,7 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Schöllkrippen

Der Landkreis Aschaffenburg liegt am Übergang vom Spessart zum Mainviereck, und genau diese Lage prägt auch das Trinkwasser in Schöllkrippen. Nördlich und östlich steigen die Hänge des Vorspessarts mit Buntsandstein und verwitterten Deckschichten an, während im Talbereich jüngere Ablagerungen und kiesige Sedimente nach dem Wasser führen. Der Schöllkrippener Bach und die Nebenläufe Richtung Kahl haben das Gestein über lange Zeit zerschnitten, doch das Wasser bleibt im Vergleich zu reinen Sandgebieten deutlich mineralreicher, weil es auf seinem Weg durch sandige, aber auch tonigere und kalkärmere Schichten nur begrenzt entschärft wird. Daraus ergibt sich der Härtewert von 10,4 °dH, also mittleres Wasser: nicht so weich wie in manchen Quellgebieten des Spessarts, aber auch nicht so hart wie in den kalkreichen Räumen weiter südlich und westlich des Landkreises. Schöllkrippen wird über das örtliche Netz des Wasserzweckverbands beziehungsweise der kommunalen Versorgung aus Brunnen und Quellen im Umfeld des Kahlgrunds gespeist; maßgeblich sind die Gewinnungsanlagen im Talraum und an den randlichen Quellhorizonten des Vorspessarts, ergänzt durch aufbereitetes Mischwasser aus dem regionalen Verbund. Die Versorgung orientiert sich damit an den natürlichen Wasservorkommen zwischen Schöllkrippen, Mömbris und den höher gelegenen Spessartorten. Talsperren spielen hier keine Hauptrolle, entscheidend sind vielmehr die lokalen Grundwasserleiter in den Sandstein- und Schuttkörpern, die nach Niederschlägen über Waldböden und Hangschichten gespeist werden. Diese Herkunft hält das Wasser im mittleren Bereich und sorgt zugleich dafür, dass der Ort nicht auf das härtere Wasser aus den stärker vom Main und seinen Nebentälern geprägten Nachbarzonen fällt. Gerade darin unterscheidet sich Schöllkrippen von vielen Orten im nördlichen Unterfranken. In Teilen des Landkreises Aschaffenburg steigen Härte und Mineralgehalt dort an, wo Muschelkalk oder kalkhaltige Schichten näher an die Oberfläche treten. Schöllkrippen bleibt dagegen spessarttypisch: sandsteinbetont, waldreich, grundwassernah und mit einem Wasserprofil, das zwischen weichen Quelllagen und den härteren Talrandlagen liegt. Auch gegenüber dem übrigen Bayern ist das bemerkenswert, weil der Freistaat von sehr weichen Alpenrandwässern bis zu deutlich härteren Kalkwässern reicht. Schöllkrippen steht genau dazwischen. Der Ort trinkt Wasser aus einer Landschaft, die vom Buntsandstein des Spessarts und den Talräumen des Kahlgrunds geprägt ist, und dieser geologische Mittelweg spiegelt sich direkt im gemessenen Härtewert wider.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserzweckverband Kahlgrund

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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