Wasserhärte in Schwarzheide

PLZ 01987 · Oberspreewald-Lausitz, Brandenburg

11,8 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Wasserverband Lausitz

Website

Praktische Tipps bei 11,8 °dH

Spülmaschine

Bei 11,8 °dH in Schwarzheide: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Schwarzheide liegt mit 11,8 °dH 4,6 °dH unter dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Schwarzheide
11,8
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Schwarzheide liegt mit 11,8 °dH 2,9 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Schwarzheide
11,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ruhland 11,8 °dH mittel
Schipkau 12 °dH mittel
Schwarzbach 11,3 °dH mittel
Lauchhammer 11,8 °dH mittel
Guteborn 11,3 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Schwarzheide

Schwarzheide bezieht sein Trinkwasser über den Wasserverband Lausitz, der die Stadt aus Grundwasserfassungen im Lausitzer Urstromtal und aus dem nördlichen Niederungsraum zwischen Schwarzheide, Ruhland und Senftenberg versorgt. Die Brunnen liegen in einem Gebiet, das seit der Eiszeit von Sanden, Kiesen und nur dünnen Lehmschichten geprägt ist. Solche Lockersedimente geben dem Wasser nicht viel Kalk mit auf den Weg. Dennoch bleibt der Härtewert bei 11,8 °dH im mittleren Bereich, weil das Wasser auf seinem Weg durch die grundwasserführenden Schichten auch mit kalkhaltigen Bestandteilen aus den älteren Unterlagen der Lausitz in Kontakt kommt. Der Einfluss der flachen Flusslandschaft mit der Schwarzen Elster und den Gräben des Niederungsraums sorgt zusätzlich dafür, dass hier kein sehr weiches Regenwasser ankommt, sondern ein regional typisches Mischwasser aus Sand, Kies und mineralischen Schichten. Die Versorgung hebt sich deutlich von Teilen Brandenburgs ab, die aus tiefen Grundwasserleitern mit stärkerer Mineralisierung oder aus Fernwasserleitungen mit anderem geologischen Ursprung gespeist werden. Schwarzheide liegt mitten in einem Revier, das lange vom Bergbau und von der Wasserwirtschaft der Lausitz geprägt war. Deshalb ist das Trinkwasser hier enger mit den örtlichen Fassungen verbunden als in Orten, die stärker von Ferntransporten leben. Nachbarorte wie Ruhland, Lauchhammer und Senftenberg bewegen sich zwar im selben Lausitzer Landschaftsraum, doch die örtlichen Brunnenfelder und die jeweilige Mischung aus Grundwasser aus den Sanden der Niederung und mineralreicherem Tiefenwasser können die Härte spürbar verschieben. Schwarzheide liegt damit weder im sehr weichen Bereich mancher brandenburgischer Randlagen noch im deutlich härteren Spektrum einzelner Kalkgebiete. Der Wert spiegelt die Lausitz: flach, sandig, grundwasserreich und geologisch vielschichtig. Dass Schwarzheide bei 11,8 °dH landet, hängt also direkt mit der Landschaft zwischen Elsterniederung, ehemaligen Bergbauräumen und den sandigen Grundmoränenzügen der südlichen Lausitz zusammen. Der Wasserverband Lausitz nutzt diese Lage über mehrere lokale Brunnenstandorte, statt auf Talsperren aus anderen Regionen zu setzen. Gerade das macht den Unterschied zu vielen Orten in Brandenburg aus, wo entweder sehr weiches oberflächennahes Wasser oder deutlich kalkreicheres Tiefengrundwasser dominiert. Schwarzheide steht dazwischen. Das Wasser ist regional gefasst, aus dem Boden der Lausitz gewonnen und geologisch klar geprägt von den eiszeitlichen Sedimenten des Oberspreewald-Lausitz-Kreises.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Lausitz

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber