Wasserhärte in Rhönblick

PLZ 98617 · Schmalkalden-Meiningen, Thüringen

18 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserversorgungszweckverband „Gespringwasser Schmalkalden und Umgebung“

Website

Praktische Tipps bei 18 °dH

Spülmaschine

Bei 18 °dH in Rhönblick: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Rhönblick liegt mit 18 °dH 2,9 °dH unter dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Rhönblick
18
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Rhönblick liegt mit 18 °dH 3,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Rhönblick
18
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Mellrichstadter Forst 22 °dH hart
Willmars 19,6 °dH hart
Erbenhausen 15,2 °dH hart
Fladungen, St 19,8 °dH hart
Kaltennordheim 17,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Rhönblick

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen liegt an einer geologischen Nahtstelle, an der Muschelkalk, Buntsandstein und die verkarsteten Höhen der Rhön dicht aufeinandertreffen. Genau dort sammelt sich das Wasser aus Niederschlägen und sickert durch Kalk- und Dolomitgestein, das viel Calcium und Magnesium freisetzt. Nördlich und östlich prägen zudem die Flusssysteme von Werra und ihren Nebenbächen das Bild; sie schneiden Täler ein, während auf den Hochflächen der Rhön Quellhorizonte entstehen. Diese Mischung aus kalkreichen Schichten, Hangschutt und klüftigem Gestein erklärt den harten Wert von 18 °dH in Rhönblick. Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch den Untergrund Mineralien auf, bevor es in den Ortslagen zwischen Geba, Bettenhausen, Helmershausen und Wohlmuthausen ankommt. Im Vergleich zu Orten auf sandigeren oder stärker basaltgeprägten Untergründen in Thüringen fällt Rhönblick deutlich härter aus, weil hier der Kalkanteil im Untergrund viel stärker ins Gewicht fällt. Die Versorgung stammt aus der regionalen Trinkwassergewinnung des Wasser- und Abwasserzweckverbands Schmalkalden und Umgebung, der die Ortsteile von Rhönblick über örtliche Brunnen und Quellfassungen im Rhöner Vorland und auf den Hochlagen einbindet. Entscheidend sind kleine, dezentral erschlossene Gewinnungsstellen, keine große Talsperre als Hauptquelle. Das passt zur Landschaft: kurze Wege vom Einzugsgebiet bis ins Netz, wenig Aufbereitung, dafür ein Wasser mit spürbarem Mineralgehalt. In den höher gelegenen Bereichen der Rhön wird das Wasser aus Quellgebieten gefasst, in tiefer liegenden Teilen ergänzen Brunnen die Förderung aus dem Grundwasserleiter des Kalk- und Mergeluntergrunds. Dadurch bleibt die Versorgung eng an die lokale Geologie gebunden und unterscheidet sich von vielen Orten im Thüringer Becken, wo weicheres Wasser häufiger aus anderen Schichten stammt. Rhönblick hebt sich auch von den Nachbarn ab, weil die Ortsteile direkt am Übergang von der offenen Rhönlandschaft zum Werratal liegen. Nur wenige Kilometer weiter ändern sich die Bodenarten, und mit ihnen der Mineralstoffeintrag ins Trinkwasser. Wo in anderen Teilen des Landkreises teils weichere Werte aus sandigeren oder weniger karbonatreichen Schichten gemessen werden, zeigt Rhönblick den typischen Charakter der Rhönkante: klar, mineralreich und kalkbetont. Das Wasser erzählt hier von den weißen Felsrippen, den Mergelhängen und den Quellen am Rand der Hochflächen. Wer aus der Gegend kommt, erkennt daran sofort den geologischen Fingerabdruck des Landkreises Schmalkalden-Meiningen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserversorgungszweckverband „Gespringwasser Schmalkalden und Umgebung“

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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