Wasserhärte in Wintrich

PLZ 54487 · Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz

6,5 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserwerk Mittelmosel

Website

Praktische Tipps bei 6,5 °dH

Spülmaschine

Bei 6,5 °dH in Wintrich reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Wintrich liegt mit 6,5 °dH 6,8 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Wintrich
6,5
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Wintrich liegt mit 6,5 °dH 8,2 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wintrich
6,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Minheim 9,2 °dH mittel
Kesten 7,7 °dH weich
Piesport 6,4 °dH weich
Burgen 9,2 °dH mittel
Osann-Monzel 10 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Wintrich

22,7 °dH — was steckt dahinter? In Wintrich am Mittelmoselhang ist dieser Wert vor allem ein Spiegel des Untergrunds. Das Moseltal schneidet hier durch devonische Schiefer, Grauwacken und sandige Hangschuttdecken, die nur wenig Kalk an das Wasser abgeben. Die Mosel selbst bringt zwar ständig Bewegung in die Landschaft, prägt die Trinkwasserhärte aber kaum direkt; entscheidend sind die Niederschläge, die auf den Schieferhängen versickern und im Kontakt mit dem Gestein Mineralstoffe aufnehmen. In den höher gelegenen Lagen des Hunsrücks und auf den bewaldeten Rücken zwischen Wintrich, Brauneberg und Filzen ist das Wasser deshalb oft etwas mineralreicher als in rein sandigen Niederungen, bleibt im Vergleich zu vielen Regionen Deutschlands aber eher moderat. Rheinland-Pfalz zeigt bei der Härte ein breites Spektrum: vom weichen Wald- und Schieferwasser an Mosel, Hunsrück und Eifel bis zu deutlich härteren Wässern in kalkreicheren Gebieten. Wintrich liegt klar auf der weicheren Seite, weil hier Kalkstein kaum eine Rolle spielt und der Schiefer das Wasser nur schwach aufhärtet. Das Trinkwasser kommt nicht aus der Mosel, sondern aus der lokalen Gewinnung des Verbandsgemeindegebiets rund um Bernkastel-Kues. Zuständig ist der Zweckverband Wasserwerk Mittelmosel, der Wintrich über sein Netz mit aufbereitetem Grundwasser aus den Fassungen und Brunnen im Moselraum versorgt. Das Rohwasser stammt aus geschützten Grundwasserleitern im Tal- und Hangbereich, wird hygienisch aufbereitet und über Hochbehälter in die Ortslage verteilt. Gerade an der Mittelmosel ist diese Mischung aus Talbrunnen und Hangquellen typisch: kurze Wege, geringe Höhenunterschiede im Versorgungsraum, aber sehr unterschiedliche Gesteine je nach Lage. Darum bleibt die Wasserqualität lokal geprägt und ist nicht mit Fernwasser aus großen Talsperren zu verwechseln. Gegenüber den Nachbarorten zeigt sich Wintrich als besonders schiefergeprägt. Bernkastel-Kues, Brauneberg und Piesport liegen ebenfalls an der Mosel, doch schon wenige Kilometer weiter ändern sich Bodenarten und damit auch die Mineralisierung des Wassers. Richtung Eifel und Hunsrück wird das Wasser oft ähnlich weich, in kalkreicheren Randlagen des Landes steigt die Härte dagegen spürbar an. Wintrich steht damit für das typische Mittelmoselprofil: kein hartes Karstwasser, sondern ein Trinkwasser, das aus den devonischen Schieferlandschaften des Landkreises Bernkastel-Wittlich kommt und den Charakter der Fluss- und Hanggemeinschaft zwischen Mosel und Hunsrück deutlich widerspiegelt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserwerk Mittelmosel

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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